Déjà-vu

Ich war dann mal weg. Leider nicht im Urlaub oder glücklich entspannt und abgelenkt. Ich habe so lange nichts geschrieben, weil ich komplett überarbeitet war. Und nicht nur das.

Fakt ist: Ich habe wieder zugenommen!

Und bevor du jetzt aufhörst zu lesen und dir denkst: War ja klar. Jojo. Wie immer. Schicksal. Sieht man mal, abnehmen bringt nichts. Stop! Bitte weiterlesen.

Fakt ist nämlich auch: Ich nehme wieder ab und es geht leichter als zuvor.

Wie viel habe ich zugenommen?

Dank dem steten Aufschreiben bis zum 1. September 2017 kann ich das ziemlich genau sagen:

1.9.17: 74,3 kg
14.4.18: 84,6 kg
Zugenommen: 10,3 kg.

Mein niedrigstes Gewicht war exakt 70 kg am 2.7.17. Seit diesem Tag habe ich also 14,6 kg zugenommen. Und da ich eigentlich seit 1.4.18 wieder auf Diät bin, war mein Startgewicht wahrscheinlich höher als 84,6 kg.

Wie sah ich aus?

Nicht so schlimm, wie man meinen könnte. Ich jedenfalls habe mich mega-fett gefühlt! Unfassbar, dass ich vom Bild ausgehend mal über 30 kg mehr auf den Rippen hatte! Denn für mich haben sich die 10 – 15 kg mehr exakt genau so angefühlt, als wäre ich wieder bei 120 kg.

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Wer genau hinguckt sieht unten rechts Schwabbel! Lag daran, dass mir alle Hosen zu eng geworden sind.

Wie ist das passiert?

Diese Zunahme innerhalb von 8 Monaten wirkt auf mich total viel, zumal ich mich nicht habe gehen lassen, sondern immer mehr oder weniger auf meine Ernährung geachtet habe. Nur habe ich mir dabei halt in die Tasche gelogen. Wie immer ist es das Schätzen, nicht mehr Wiegen und Schön-Reden, das einen die Kontrolle verlieren lässt. Dazu kam, dass ich seit November keinen Sport mehr gemacht habe. Und Weihnachten:

Man bekommt eine gewisse Vorstellung, oder?

Pro Monat habe ich 1,47 kg zugenommen. Das entspricht ungefähr 50g pro Tag oder 350 kcal. Mein Tagesbedarf lag – da ich ab November keinen Sport mehr gemacht habe – bei 1900 kcal. Gegessen habe ich aber natürlich so, als hätte ich noch Sport gemacht (in die Tasche lügen…) und dabei zu meinen Gunsten niedrige Kalorienwerte angenommen oder Kalorien ganz unterschlagen. 2250 kcal am Tag sind übrigens schnell erreicht, wenn man zum Frühstück plötzlich wieder 2 Ditsch-Brezeln verspeist (weil man sonst nicht in die Gänge kommt). Oder 1-3 Brioche am Tag (weil die haben ja nur grob 100 kcal das Stück). Wenn Chips plötzlich wieder auf dem Speiseplan stehen (Salzhunger, und es sind ja die fettarmen) oder man Freude am Backen hat (ich benutze doch Xucker und Hanf- und Reismehl, das hat dann ja kaum Kalorien).

Naja. Die 2 Ditsch-Brezeln haben 474 kcal. 1-3 Brioche zwischen 176 kcal und 528 kcal. Die Tüte Chips 612 kcal und mein Kuchen pro Stück (!) 232 kcal.

Ihr versteht, worauf ich hinaus will, oder?

Tatsächlich ist es ein Wunder, dass ich nicht mehr zugenommen habe und wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ich den ganzen September und Oktober wie verrückt Sport gemacht habe.

Warum ist das passiert?

Tja, das ist die Frage. Ich kenne allerdings die Antwort. Ich bin der geborene Stress-Esser. Ich glaube, das liegt daran, dass ich früher viel geraucht habe und die Zigarette jetzt durch Essen ersetze. Der Witz ist: Es schmeckt mir meist gar nicht. Ich tröste oder belohne mich dadurch nur. Ich kenne diese Mechanismen bei mir und wenn der Stress nicht überhand nimmt, kann ich sie kontrollieren. Aber das letzte halbe Jahr war meine persönliche Hölle. Die Arbeit ist das eine, aber auch die Krankheit meiner Schwester macht mir zu schaffen. Ich schreibe darüber kaum bis gar nicht. Aber es ist leider so, dass meine Schwester einen Hirntumor hat, an dem sie sterben wird. Was das für meine Familie und noch viel mehr für ihre, denn sie ist verheiratet und hat zwei Kinder, bedeutet, kann man sich vorstellen, denke ich.

Wie bin ich da raus gekommen?

Durch einen Kurztrip nach Berlin. Und durch einen Vertrag im Fitness-Studio. Und Algen spielen auch eine Rolle. Aber dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

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Katja im Wunderland

Heute. New Yorker.

Ich: (T-Shirt hoch haltend) Können Sie mir sagen, ob Sie noch mehr von  diesen Shirts haben?
Verkäuferin: Mmh, ja, da hinten auf dem Ständer müssten noch welche sein. Ich zeig sie Ihnen. Ist das zu groß?
Ich: Ja, leider.
Verkäuferin: (Geht zum Kleiderständer, sucht…) Tut mir leid, in XS haben wir das leider nicht mehr.

Vor einem Jahr. U-N-D-E-N-K-B-A-R.

 

 

ES läuft!

Ich bin noch da. Irgendwie. Aber eigentlich bin ich ziemlich viel weg. Das liegt daran, dass mein Arbeitgeber gerade ein richtig, richtig großes Softwareprojekt umsetzt und ich maßgeblich an der Einführung beteiligt bin. So nebenbei bin ich studienortübergreifend nämlich auch im QM tätig.

Übersetzt heißt das, dass ich momentan und bis auf weiteres quasi wöchentlich zwischen Hamburg, Darmstadt, Mannheim und Heidelberg hin- und herpendle. Es heißt leider auch, dass es mir aktuell recht schwer fällt, ein großes Kaloriendefizit zu fahren. Dazu bin ich leider zu sehr Stress-Esser. Und nicht nur das Reisen bzw. das Projekt knappst an meinen Ressourcen, ich schreibe im September auch noch eine Klausur, für die ich Lernen sollte. Ein Glück, dass wir wenigstens gerade in Spanisch ferienbedingt pausieren.

Ich versuche, so gut es geht unter 1800 kcal zu bleiben. Das gelingt mir auch ganz gut soweit. Zusätzlich treibe ich fast jeden Tag Sport. Und ich kann gar nicht aufhören, darauf ein Loblied zu singen!

Ich L I E B E Sport!

Ich sehe die Resultate, ich spüre sie, ich fühle mich fit, ich schlafe trotz Stress gut, ich bin leistungsfähig, ich kann Stress abbauen und selbst wenn ich mich japsend, schweißtriefend und ausgepowert auf das Hotelbett werfe, fühle ich mich mit einem Mal total entspannt und sehr wohl.

Für jede/n Abnehmwillige/n da draußen: Sport hilft!

Besonders stolz bin ich, dass ich am 1.7.2017 tatsächlich mein erstes Rennen gelaufen bin – und wohlbehalten im Ziel ankam, trotz Regenguss! Ich war patschnass!
Auf dem Gruppenfoto habe ich mich erst einmal gar nicht gefunden. Ein Glück, dass ich meine rosa Glitzerschuhe anhatte.

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Auf dem Weg nach Hause – mit einem Umweg über ein Shopping-Center, inzwischen wieder trocken und mit dem blauen Finisher-T-Shirt am Leib, wurde mir mit einem Mal bewusst, was das eigentlich bedeutete. Ich bin bei einem Rennen mit gelaufen! Ich! Frau Ü100! Halt – ich bin ja gar nicht mehr Ü100! Seit über einem Jahr nicht mehr! Ich bin normalgewichtig! Ich trage Größe 36/38! Ich kann wieder schmerzfrei gehen! Ich kann sogar laufen! LAUFEN! ICH!!!

Und dann liefen mir plötzlich die Augen voller Tränen und kullerten an meinen Wangen runter. Auf der Rolltreppe im Shopping-Center stand ich da und heulte. Und als ich zuhause ankam und dem besten Ehemann in die Arme fiel, heulte ich weiter.

Weil ich so unglaublich glücklich war.

Langsames vs. schnelles Abnehmen

Mit Erreichen eines Gewichts so um die 75 kg habe ich beschlossen, etwas langsamer abzunehmen. Oder, anders gesagt: wieder mehr Kalorien zu mir zu nehmen. Damit stieß ich bei meiner Umwelt auf hohe Akzeptanz, da zuletzt ganz entsetzt reagiert wurde, wenn ich erklärte, dass ich noch ca. 8-10 kg abnehmen möchte:

„Dann wiegst du viel zu wenig! Das ist niemals gesund!“

„10 kg? Spinnst du? Wo sollen die herkommen?“

„Du bist doch jetzt schon schlank, lass es lieber so. Nicht dass du magersüchtig wirst!“

Wenn ich darauf antwortete, dass es mir primär um Fettabbau gehe und ich nur noch „Fein-Tuning“ betreibe und außerdem jetzt auch langsam abnehmen werde, verstummten die kritischen Stimmen meist.

Weil, langsam abnehmen hört sich ja vernünftig an.

9 Monate lebte ich von ca. 1000 kcal und weniger und nahm dadurch wöchentlich zwischen 1,5 kg und  1 kg ab. Dann fing ich an, mein Kalorienziel auf 1500 kcal täglich hochzuschrauben. Rein theoretisch hätte ich dadurch wenigstens ein halbes Kilo pro Woche verlieren müssen.

Tatsächlich verlor ich vom 1.4. 2017 bis heute, also ca. in 11 Wochen, genau 1,3 kg. In diesen 11 Wochen schwankte mein Gewicht halsbrecherisch, so hatte ich am 29.4. 71,7 kg kg, am 12.5. 74,5 kg und am 26.5. wieder 71,5 kg.

Dieses Rumgeeiere ging mir die Tage so auf den Zeiger, dass ich beschlossen habe, wieder weniger zu essen und dadurch schneller abzunehmen. Das klappt bisher ganz gut. Ich glaube nämlich, dass mich das Aufweichen der Regeln nachlässig hat werden lassen. In vielerlei Hinsicht! Dadurch schlichen sich Fehler ein, die beim Abnehmen auf die Bremse drückten.

Mein Fazit: Langsames Abnehmen ist viel schwerer als schnelles! Es wirkt demotivierend und führt meiner Meinung nach viel leichter zum Schummeln und damit zu einem Abbrechen der Diät (getreu dem Motto „bringt ja eh nichts“).

Meine Fehler (ich möchte nicht verallgemeinern, der eine oder andere kann mit langsamen Abnehmen durchaus Erfolge erzielen, mein wunderbarer Ehemann z.B.):

  • Nicht mehr täglich wiegen: Ich war schludrig, was das anging. Das führte dazu, dass mich die starken Gewichtsschwankungen total demotiviert haben. Ich kann nicht verstehen, warum vom täglichen Wiegen abgeraten wird. Hätte ich mich nur wöchentlich, z.B. am Sonntag gewogen, sähe meine Tabelle so aus:
    72,8 – 73,7 – 73 – 74,8 – 71,7 – 73,5 – 73,1 – 73,4 – 72,2 – 71,9 – 72, 2 (Anfang April bis Anfang Juni). Spätestens in der 4. Woche hätte ich ohne Wissen um die täglichen Schwankungen bei 74,8 kg das Handtuch geschmissen („funktioniert bei mir nicht“)!
  • Falscher Gesamtumsatz: Hier ist es wirklich, WIRKLICH wichtig, ehrlich zu sich zu sein. Mache ich 1-3 x die Woche Sport? Eher nicht ! Bin ich sonst aktiv? In meinem Bürojob? Wohl kaum. Suche ich mir im Netz den Rechner aus, der mir die höchsten Werte ausspuckt? Ich orientiere mich jetzt lieber an der (uralten) Faustregel: pro kg Wunschgewicht x 30 (Männer 32) (z.B. 64 kg * 30 = 1920 kcal Gesamtumsatz). Dann gewünschtes Defizit wählen.
  • Kein Sport: Sport wirkt bei mir als Essbremse, also im Grunde doppelt! Ich verbrenne Kalorien, baue Muskulatur auf und vergesse jedes Hungergefühl. Dazu entspannt mich Sport total. Warum habe ich es einschleifen lassen, dass ich kaum noch aktiv war?
  • Kalorien schätzen und nicht tracken: Ich habe mehrere Wochen meine Kalorienzufuhr geschätzt und habe nichts mehr in mein Kalorientagebuch eingetragen. Als ich das dann doch mal gemacht habe, war ich ratzfatz bei 2000 kcal. Davon nehme ich nicht zu. Aber eben auch nicht ab!
  • Frühstücken: Irgendwann habe ich (leider stressbedingt) angefangen, so gegen 10 etwas zu essen. Keine gute Idee. Bei mir führt das frühe Essen zu deutlich mehr Hunger über den Tag. Wenn ich dagegen um 12 die erste Mahlzeit zu mir nehme, hält das oft bis zum Abendessen vor.
  • Zu wenig trinken: Die starken Schwankungen kamen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Wassereinlagerungen. Die entstehen aber eben auch dadurch, dass man zu wenig trinkt!
  • Man kann sich ja mal was gönnen: Klar, dagegen spricht absolut nichts. Nur darf man sich dabei nicht selbst behumpsen (Ich bin heute in den 6. Stock zu Fuß! Das ist bestimmt einen Proteinriegel wert!). Solche „Sünden“ sollte man tracken, auch wenn das kalorientechnisch schmerzhaft ist, aber wenigstens weiß man dann, warum man am nächsten Tag mehr wiegt (ist zwar nur Wasser, kein Fett – nervt aber trotzdem).
  • Essen als Stresskompensation: Ich hatte die letzten Wochen vermehrt Stress. Als „Belohnung“ habe ich mir dann Essen gegönnt. Zwar immerhin nicht das Maximalböse, sondern zuckerfreie Protein- oder Müsliriegel, aber auch diese Snacks haben natürlich Kalorien.
  • Essen zu jeder Zeit: Nicht nur das Frühstück hat mich gebremst, auch das Essen, wann immer mir danach war (Stichwort intuitiv). Ich brauche feste Zeiten: (1) nichts bis 12 Uhr, (2) nichts bis 15 Uhr, (3) nichts bis 19 Uhr, (4) nichts nach dem Abendessen!
  • Zu wenig Protein: Ich habe überhaupt nicht mehr darauf geachtet, genug Proteine zu essen. Statt dessen habe ich mir ab und an Brioche und Milchbrötchen gegönnt. Ich verdamme Kohlenhydrate nicht. Aber in dieser „leeren“ Form tragen sie eben auch nicht zu einer guten Abnahme bei.

Ich bin nun dabei, mich wieder deutlich mehr zu disziplinieren. Zwei „Neuerungen“ helfen mir dabei:

  1. Ich mache eine Stresstherapie (online über die Fernuni Hagen, dort bin ich in einer Versuchsgruppe, die Therapie wird noch nicht offiziell online angeboten)
  2. Ich nutze eine sehr empfehlenswerte App namens Habitica! Diese App (oder Website) hilft, Gewohnheiten zu etablieren bzw. Aufgaben zu bewältigen. Das ganze geschieht sehr spielerisch, ähnlich wie bei einem Rollenspiel und wirkt dadurch ausgesprochen motivierend! Auf der dazugehörigen Plattform gibt es dazu auch noch Wettbewerbe (z.B. „Food tracking Challenge June“ oder „100 Stockwerk Challenge“ usw.), bei denen man etwas gewinnen kann.

Schlusswort: Ich bin wieder voll dabei! Ich mache wieder Sport und bejuble meinen Muskelkater! Ich schaffe auch den Rest!

Nur ein Jahr

Im Februar 2016 war ich bei meinen 172 cm 120 kg schwer. Ich trug Kleidergröße 56 (oben) und 50 (unten), BH-Größe 105 F und Schuhgröße 41,5. Ich war 42 Jahre alt.

Fast alles, was ich zu dieser Zeit im Kleiderschrank hängen hatte, war schwarz. Diese Kleidung musste ich online kaufen, da es in normalen Bekleidungsgeschäften für mich kaum etwas zum Anziehen gab. Ich konnte auch nur noch flache Schuhe tragen, die möglichst breit sein mussten, sonst bekam ich meine aufgequollenen Füße abends kaum heraus. Mein Doppelkinn versteckte ich mit Halstüchern, auch im Hochsommer.

Schmuck, obwohl reichlich vorhanden, trug ich fast gar nicht mehr. Ringe brachte ich nicht mehr auf oder vom Finger, Ketten spannten über das Genick, Ohrringe, selbst die großen, wirkten verloren in meinem Gesicht.

Ich vermied, wo es ging, auf Fotos abgelichtet zu werden. Wenn ich auf der Couch saß, spürte ich meinen dicken Bauch und fühlte mich schwanger. Ich musste ihn weghieven, wenn ich aufstand. Socken und Schuhe konnte ich nur im Sitzen anziehen. Und ich konnte nur für wenige Sekunden in die Hocke gehen.

Es war mir nicht möglich, meine Arme vor dem Körper zu verschränken oder meine Beine beim Sitzen übereinanderzulegen. Bei Stühlen musste ich darauf achten, dass sie für über 100 kg geeignet waren. Ein Gartenstuhl, der das Kriterium nicht erfüllte, zerbrach unter mir.

Beim Duschen musste ich mich durch die Glastüre quetschen und beim Abtrocknen reichte kein einziges Handtuch um meinen Körper.

Saß ich in der S-/oder U-Bahn, konnte nur noch ein sehr schlanker Mensch neben mir sitzen. In Autos musste ich den Sitz weit nach hinten schieben. Wenn ich längere Zeit irgendwo saß, taten mir die Füße beim Aufstehen so weh, dass ich einige Schritte humpeln musste, bevor ich normal gehen konnte. Normal gehen konnte ich aber nur für ein paar 100 Meter. Der Weg von der Haltestelle zu mir nach Hause verursachte Beinschmerzen. Einkäufe erledigte ich mit Minimalbewegung und mit Hilfe von Bus und Bahn. Fahrstühle und Treppen waren meine besten Freunde, denn meine Knie begannen zu schmerzen, wenn ich Stufen nach unten stieg.

Ich dachte damals sogar, dass mich die mörderisch lange Treppe an der Haltestelle bei meiner Arbeit irgendwann einmal umbringen würde, da ich japsend, nach Luft schnappend, das mit einem Husten oder Lachen überdeckend, oben ankam und dabei das Gefühl hatte, das Herz springt mir gleich aus der Brust.

Ich begann, mich mit achtsamen Essen auseinanderzusetzen und versuchte, die zahlreichen Süßigkeiten, die ich konsumierte, wegzulassen. Ich nahm 3,5 kg ab.

Am 26.05.2016 las ich dann ein Buch. Dieses Buch heißt „Fettlogik überwinden“, geschrieben von Nadja Hermann.

Am 27.05.2016 begann ich, mein Leben zu verändern.

Heute, genau ein Jahr später, bin ich bei meinen 172 cm 71 kg schwer. Ich trage Kleidergröße 38 (oben und unten), BH-Größe 70 D und Schuhgröße 40,5. Ich bin 43 Jahre alt.

Das rechte Bild ist jetzt nicht der Burner. Ich wollte eigentlich nur die absolut coolen Wolken-Haargummis fotografieren, was sich als schwerer herausstellte als gedacht.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Nadja bedanken für dieses unglaubliche Geschenk! Dank ihr hat sich meine Lebensqualität, meine Gesundheit und meine Stimmung um ein vielfaches verbessert und zumindest rein statistisch hat sie mir auch ein paar Lebensjahre mehr verschafft! Darüberhinaus hat sie mir mit ihrem Buch auch gezeigt, dass man seinem Schicksal eben nicht hilflos ausgeliefert sein muss. Das ist eine Lektion, die durchaus übertragbar ist. Herzlichen Dank, Nadja!

Und ganz besonders bedanke ich mich beim bestesten Ehemann, der über die (großartigen) Comics von Erzählmirnix (auch Nadja) auf das Buch kam und es mir empfohlen hat. Seine Unterstützung und Liebe haben die Abnahme bis hierher begleitet, nebenbei hat auch er Kilos gelassen und wir machen gemeinsam weiter, bis wir unsere Ziele erreicht haben. ❤