Langsames vs. schnelles Abnehmen

Mit Erreichen eines Gewichts so um die 75 kg habe ich beschlossen, etwas langsamer abzunehmen. Oder, anders gesagt: wieder mehr Kalorien zu mir zu nehmen. Damit stieß ich bei meiner Umwelt auf hohe Akzeptanz, da zuletzt ganz entsetzt reagiert wurde, wenn ich erklärte, dass ich noch ca. 8-10 kg abnehmen möchte:

„Dann wiegst du viel zu wenig! Das ist niemals gesund!“

„10 kg? Spinnst du? Wo sollen die herkommen?“

„Du bist doch jetzt schon schlank, lass es lieber so. Nicht dass du magersüchtig wirst!“

Wenn ich darauf antwortete, dass es mir primär um Fettabbau gehe und ich nur noch „Fein-Tuning“ betreibe und außerdem jetzt auch langsam abnehmen werde, verstummten die kritischen Stimmen meist.

Weil, langsam abnehmen hört sich ja vernünftig an.

9 Monate lebte ich von ca. 1000 kcal und weniger und nahm dadurch wöchentlich zwischen 1,5 kg und  1 kg ab. Dann fing ich an, mein Kalorienziel auf 1500 kcal täglich hochzuschrauben. Rein theoretisch hätte ich dadurch wenigstens ein halbes Kilo pro Woche verlieren müssen.

Tatsächlich verlor ich vom 1.4. 2017 bis heute, also ca. in 11 Wochen, genau 1,3 kg. In diesen 11 Wochen schwankte mein Gewicht halsbrecherisch, so hatte ich am 29.4. 71,7 kg kg, am 12.5. 74,5 kg und am 26.5. wieder 71,5 kg.

Dieses Rumgeeiere ging mir die Tage so auf den Zeiger, dass ich beschlossen habe, wieder weniger zu essen und dadurch schneller abzunehmen. Das klappt bisher ganz gut. Ich glaube nämlich, dass mich das Aufweichen der Regeln nachlässig hat werden lassen. In vielerlei Hinsicht! Dadurch schlichen sich Fehler ein, die beim Abnehmen auf die Bremse drückten.

Mein Fazit: Langsames Abnehmen ist viel schwerer als schnelles! Es wirkt demotivierend und führt meiner Meinung nach viel leichter zum Schummeln und damit zu einem Abbrechen der Diät (getreu dem Motto „bringt ja eh nichts“).

Meine Fehler (ich möchte nicht verallgemeinern, der eine oder andere kann mit langsamen Abnehmen durchaus Erfolge erzielen, mein wunderbarer Ehemann z.B.):

  • Nicht mehr täglich wiegen: Ich war schludrig, was das anging. Das führte dazu, dass mich die starken Gewichtsschwankungen total demotiviert haben. Ich kann nicht verstehen, warum vom täglichen Wiegen abgeraten wird. Hätte ich mich nur wöchentlich, z.B. am Sonntag gewogen, sähe meine Tabelle so aus:
    72,8 – 73,7 – 73 – 74,8 – 71,7 – 73,5 – 73,1 – 73,4 – 72,2 – 71,9 – 72, 2 (Anfang April bis Anfang Juni). Spätestens in der 4. Woche hätte ich ohne Wissen um die täglichen Schwankungen bei 74,8 kg das Handtuch geschmissen („funktioniert bei mir nicht“)!
  • Falscher Gesamtumsatz: Hier ist es wirklich, WIRKLICH wichtig, ehrlich zu sich zu sein. Mache ich 1-3 x die Woche Sport? Eher nicht ! Bin ich sonst aktiv? In meinem Bürojob? Wohl kaum. Suche ich mir im Netz den Rechner aus, der mir die höchsten Werte ausspuckt? Ich orientiere mich jetzt lieber an der (uralten) Faustregel: pro kg Wunschgewicht x 30 (Männer 32) (z.B. 64 kg * 30 = 1920 kcal Gesamtumsatz). Dann gewünschtes Defizit wählen.
  • Kein Sport: Sport wirkt bei mir als Essbremse, also im Grunde doppelt! Ich verbrenne Kalorien, baue Muskulatur auf und vergesse jedes Hungergefühl. Dazu entspannt mich Sport total. Warum habe ich es einschleifen lassen, dass ich kaum noch aktiv war?
  • Kalorien schätzen und nicht tracken: Ich habe mehrere Wochen meine Kalorienzufuhr geschätzt und habe nichts mehr in mein Kalorientagebuch eingetragen. Als ich das dann doch mal gemacht habe, war ich ratzfatz bei 2000 kcal. Davon nehme ich nicht zu. Aber eben auch nicht ab!
  • Frühstücken: Irgendwann habe ich (leider stressbedingt) angefangen, so gegen 10 etwas zu essen. Keine gute Idee. Bei mir führt das frühe Essen zu deutlich mehr Hunger über den Tag. Wenn ich dagegen um 12 die erste Mahlzeit zu mir nehme, hält das oft bis zum Abendessen vor.
  • Zu wenig trinken: Die starken Schwankungen kamen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Wassereinlagerungen. Die entstehen aber eben auch dadurch, dass man zu wenig trinkt!
  • Man kann sich ja mal was gönnen: Klar, dagegen spricht absolut nichts. Nur darf man sich dabei nicht selbst behumpsen (Ich bin heute in den 6. Stock zu Fuß! Das ist bestimmt einen Proteinriegel wert!). Solche „Sünden“ sollte man tracken, auch wenn das kalorientechnisch schmerzhaft ist, aber wenigstens weiß man dann, warum man am nächsten Tag mehr wiegt (ist zwar nur Wasser, kein Fett – nervt aber trotzdem).
  • Essen als Stresskompensation: Ich hatte die letzten Wochen vermehrt Stress. Als „Belohnung“ habe ich mir dann Essen gegönnt. Zwar immerhin nicht das Maximalböse, sondern zuckerfreie Protein- oder Müsliriegel, aber auch diese Snacks haben natürlich Kalorien.
  • Essen zu jeder Zeit: Nicht nur das Frühstück hat mich gebremst, auch das Essen, wann immer mir danach war (Stichwort intuitiv). Ich brauche feste Zeiten: (1) nichts bis 12 Uhr, (2) nichts bis 15 Uhr, (3) nichts bis 19 Uhr, (4) nichts nach dem Abendessen!
  • Zu wenig Protein: Ich habe überhaupt nicht mehr darauf geachtet, genug Proteine zu essen. Statt dessen habe ich mir ab und an Brioche und Milchbrötchen gegönnt. Ich verdamme Kohlenhydrate nicht. Aber in dieser „leeren“ Form tragen sie eben auch nicht zu einer guten Abnahme bei.

Ich bin nun dabei, mich wieder deutlich mehr zu disziplinieren. Zwei „Neuerungen“ helfen mir dabei:

  1. Ich mache eine Stresstherapie (online über die Fernuni Hagen, dort bin ich in einer Versuchsgruppe, die Therapie wird noch nicht offiziell online angeboten)
  2. Ich nutze eine sehr empfehlenswerte App namens Habitica! Diese App (oder Website) hilft, Gewohnheiten zu etablieren bzw. Aufgaben zu bewältigen. Das ganze geschieht sehr spielerisch, ähnlich wie bei einem Rollenspiel und wirkt dadurch ausgesprochen motivierend! Auf der dazugehörigen Plattform gibt es dazu auch noch Wettbewerbe (z.B. „Food tracking Challenge June“ oder „100 Stockwerk Challenge“ usw.), bei denen man etwas gewinnen kann.

Schlusswort: Ich bin wieder voll dabei! Ich mache wieder Sport und bejuble meinen Muskelkater! Ich schaffe auch den Rest!

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Nur ein Jahr

Im Februar 2016 war ich bei meinen 172 cm 120 kg schwer. Ich trug Kleidergröße 56 (oben) und 50 (unten), BH-Größe 105 F und Schuhgröße 41,5. Ich war 42 Jahre alt.

Fast alles, was ich zu dieser Zeit im Kleiderschrank hängen hatte, war schwarz. Diese Kleidung musste ich online kaufen, da es in normalen Bekleidungsgeschäften für mich kaum etwas zum Anziehen gab. Ich konnte auch nur noch flache Schuhe tragen, die möglichst breit sein mussten, sonst bekam ich meine aufgequollenen Füße abends kaum heraus. Mein Doppelkinn versteckte ich mit Halstüchern, auch im Hochsommer.

Schmuck, obwohl reichlich vorhanden, trug ich fast gar nicht mehr. Ringe brachte ich nicht mehr auf oder vom Finger, Ketten spannten über das Genick, Ohrringe, selbst die großen, wirkten verloren in meinem Gesicht.

Ich vermied, wo es ging, auf Fotos abgelichtet zu werden. Wenn ich auf der Couch saß, spürte ich meinen dicken Bauch und fühlte mich schwanger. Ich musste ihn weghieven, wenn ich aufstand. Socken und Schuhe konnte ich nur im Sitzen anziehen. Und ich konnte nur für wenige Sekunden in die Hocke gehen.

Es war mir nicht möglich, meine Arme vor dem Körper zu verschränken oder meine Beine beim Sitzen übereinanderzulegen. Bei Stühlen musste ich darauf achten, dass sie für über 100 kg geeignet waren. Ein Gartenstuhl, der das Kriterium nicht erfüllte, zerbrach unter mir.

Beim Duschen musste ich mich durch die Glastüre quetschen und beim Abtrocknen reichte kein einziges Handtuch um meinen Körper.

Saß ich in der S-/oder U-Bahn, konnte nur noch ein sehr schlanker Mensch neben mir sitzen. In Autos musste ich den Sitz weit nach hinten schieben. Wenn ich längere Zeit irgendwo saß, taten mir die Füße beim Aufstehen so weh, dass ich einige Schritte humpeln musste, bevor ich normal gehen konnte. Normal gehen konnte ich aber nur für ein paar 100 Meter. Der Weg von der Haltestelle zu mir nach Hause verursachte Beinschmerzen. Einkäufe erledigte ich mit Minimalbewegung und mit Hilfe von Bus und Bahn. Fahrstühle und Treppen waren meine besten Freunde, denn meine Knie begannen zu schmerzen, wenn ich Stufen nach unten stieg.

Ich dachte damals sogar, dass mich die mörderisch lange Treppe an der Haltestelle bei meiner Arbeit irgendwann einmal umbringen würde, da ich japsend, nach Luft schnappend, das mit einem Husten oder Lachen überdeckend, oben ankam und dabei das Gefühl hatte, das Herz springt mir gleich aus der Brust.

Ich begann, mich mit achtsamen Essen auseinanderzusetzen und versuchte, die zahlreichen Süßigkeiten, die ich konsumierte, wegzulassen. Ich nahm 3,5 kg ab.

Am 26.05.2016 las ich dann ein Buch. Dieses Buch heißt „Fettlogik überwinden“, geschrieben von Nadja Hermann.

Am 27.05.2016 begann ich, mein Leben zu verändern.

Heute, genau ein Jahr später, bin ich bei meinen 172 cm 71 kg schwer. Ich trage Kleidergröße 38 (oben und unten), BH-Größe 70 D und Schuhgröße 40,5. Ich bin 43 Jahre alt.

Das rechte Bild ist jetzt nicht der Burner. Ich wollte eigentlich nur die absolut coolen Wolken-Haargummis fotografieren, was sich als schwerer herausstellte als gedacht.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Nadja bedanken für dieses unglaubliche Geschenk! Dank ihr hat sich meine Lebensqualität, meine Gesundheit und meine Stimmung um ein vielfaches verbessert und zumindest rein statistisch hat sie mir auch ein paar Lebensjahre mehr verschafft! Darüberhinaus hat sie mir mit ihrem Buch auch gezeigt, dass man seinem Schicksal eben nicht hilflos ausgeliefert sein muss. Das ist eine Lektion, die durchaus übertragbar ist. Herzlichen Dank, Nadja!

Und ganz besonders bedanke ich mich beim bestesten Ehemann, der über die (großartigen) Comics von Erzählmirnix (auch Nadja) auf das Buch kam und es mir empfohlen hat. Seine Unterstützung und Liebe haben die Abnahme bis hierher begleitet, nebenbei hat auch er Kilos gelassen und wir machen gemeinsam weiter, bis wir unsere Ziele erreicht haben. ❤

Was ist eigentlich normal?

Gestern ergab es sich so, dass meine ebenfalls mit FLÜ abnehmende Kollegin und ich uns über gestörte Körperwahrnehmung unterhielten. Sie ist fast im Normalgewicht, ich bin im Normalgewicht. Wir haben momentan beide das Gefühl, dass tatsächlich sehr viele Menschen im Umfeld oder auch einfach auf der Straße übergewichtig bis stark übergewichtig sind.

Das liegt u.M.n. daran, dass wir uns deutlich massiver vergleichen, sich aber auch unsere Maßstäbe verändert haben. Während wir früher beide dachten, „so wie xy auszusehen, würde mir schon reichen“, sind wir heute kritischer. Zumal unsere xy-Personen meist propper und tatsächlich übergewichtig waren/sind. Wir haben schlicht und einfach Übergewicht gar nicht als solches erkannt.

„Wenn du noch weiter abnimmst, rutscht du durch die Gullischlitze.“ (Mami, 2017)

Das mag nun wertend klingen, aber eigentlich ist es eher die nüchterne Erkenntnis, die uns überrascht hat. Wenn ich mich hier in meinem Arbeitsumfeld umblicke, haben wir 40% normalgewichtige und 60% nicht normalgewichtige MitarbeiterInnen (in Hamburg), genauer 40% übergewichtige und 20% adipöse, Untergewicht hat keiner. Das mag bei unseren Studierenden anders aussehen, denn darunter sind sehr viele schlanke junge Frauen und Männer. Möglich dass die Verteilung daher auch vom Alter abhängt. Sicher gibt es dazu präzise Studien.

Wenn es stimmt, das wir mit Normalgewicht mittlerweile zur Minderheit gehören, wundert es mich nicht, wenn sich die Wahrnehmung verschiebt. Man findet ja immer das normal, was einen mehrheitlich umgibt.

Ich falle nun, zumal für meinen Altersbereich wieder aus der Norm, weshalb man es für total absurd (und überflüssig) hält, dass ich noch weiter abnehmen möchte (hin zum durchschnittlich normalen BMI von 21).

„Du warst ja schon immer ein bisschen moppelig.“ (Bekannter, 2002)

Als ich das letzte Mal mein jetziges Gewicht hatte, das war vor ziemlich genau 15 Jahren, fühlte ich mich allerdings deutlich schlanker als heute. Ich glaube, dass das daran liegt, dass meine damalige Abnahme mit einer schlimmen vorherigen Krankheit zu tun hatte (ich verlor ca. 30 kg innerhalb ein paar Monaten) und daher überwiegend Muskelmasse abgebaut wurde. Meine Beine z.B. sahen damals viel dünner aus als jetzt. Mir wurde von meiner Umwelt aber nicht signalisiert, dass ich nicht weiter abnehmen sollte. Im Gegenteil, ich wurde immer noch als übergewichtig wahrgenommen. Nur mein Anästhesist erklärte, ich hätte Normalgewicht (allein deshalb weiß ich überhaupt, wie viel ich damals wog).

„Fette Blunzen!“ (Mitschüler, 1988)

Davor wog ich mit 15/16 Jahren bei gleicher Größe ebenfalls ungefähr 70 Kilo und war damit auch im Normalgewicht. Ich erinnere mich sehr gut daran, wie mir laufend zu verstehen gegeben wurde, ich sei zu dick. Meine Diätkarriere hängt maßgeblich mit diesem Gefühl zusammen, das mir als Teenager leider auch von meinen Eltern vermittelt wurde. Weshalb ich jedem davon abrate, Gewicht vor Volljährigkeit zum Thema zu machen. Dazu rät auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Nämlich dass es besser ist, für ausreichend Bewegung zu sorgen und Zurückhaltung vorzuleben. Wäre nicht seit dieser Zeit „Essen“ für mich mit negativen Gefühlen wie Schuld und Versagen verbunden, hätte ich vielleicht die Kurve gekriegt.

Statt dessen muss ich jetzt, mit über 40 wieder lernen, dass Essen mich nicht beherrscht, sondern ich das Essen.

Nun gehen aber zweifellos zahlreiche Gesundheitsrisiken mit Übergewicht einher, so dass unabhängig von Wahrnehmung und Präferenz die Veränderung nach oben zu unseren Ungunsten abläuft. Ob wir (leichtes) Übergewicht schön finden oder nicht, es beschert uns als Gesellschaft nachhaltig Probleme.

Was also tun?

Alles Quark!

Noch vor einem Jahr hätte man mich mit Magerquark jagen können. Das Zeug wäre bestenfalls langsam in meinem Kühlschrank vor sich hingeschimmelt. Nicht mal zu Anrühren von Kräuterdips hätte ich das Zeug verwendet.

Dann kam FLÜ – also das Buch Fettlogik überwinden und damit das Abnehmen. Da die Quintessenz aus der Lektüre ganz einfach ist, nämlich iss weniger als du verbrauchst, schaut man natürlich, was man so für 800, 1000, 1200 oder – bei mir aktuell für ca. 1500 kcal schnabulieren kann ohne sich gleich die Bilanz zu versauen.

Ich habe recht viel ausprobiert. Und da ich keine Angst vor Süßstoffen und Aromen habe (die Legende vom Hunger erzeugenden Süßstoff ist schon gefühlt 100 Jahre widerlegt) und auch sonst immer sehr experimentierfreudig bin, bin ich auf viele nützliche Dinge, Rezepte, Ergänzungen, Hilfsmittel und kalorienarme Leckereien gestoßen. Und ich habe ganz neue Vorlieben entdeckt. Und zwar, ich erwähnte es eingangs schon: Für Magerquark. Unfassbar! Das dröge Zeug wird bei uns jetzt in Massen konsumiert. Selbst meinen Mann konnte ich anfixen, wobei er die isländische Variante bevorzugt, also Skyr.

Zwei Speisen lassen sich aus Magerquark/Skyr total einfach zubereiten und sie sind so lecker, dass ich dafür jede Schokolade stehen lasse. Ohne Witz!

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Rezept 1 ist so simpel, denn es besteht nur aus Magerquark und Flavdrops mit Cheesecake-Aroma. Letztere kaufe ich beim BodyAttack. Wir hatten auch die von GymQueen, aber die sind eher süß und wenig aromatisch. Bei der BodyAttack-Variante ist es genau umgekehrt. Ein paar Tropfen in den Quark, mit dem Handrührgerät aufschlagen und es wird cremig wie Sahnequark! Geht auch nur mit dem Löffel (so machte ich das früher in der Mittagspause,  mittlerweile bereitet der beste Ehemann ganze Wagenladungen von Tupperdosen mit Quark bzw. Skyr für den späteren Verzehr vor). Mit frischen Erdbeeren dazu schmeckt es wie Strawberry-Cheescake! Ich benutze den Quark auch als Topping für diverse kalorienarme Schokokuchen/-muffins.

100 g haben 65 kcal und 12 g Protein.

In der Mittagspause esse ich 250 g + z.B. 1 Banane oder 500 g Erdbeeren, gerne mit 0-Kalorien-Schokosoße (auch vom BodyAttack). Ich komme damit auf 290 – 320 kcal. Man kann auch kalorienarmen Kuchen reinbröseln (wie auf dem Bild) und ein paar Erdbeeren dazu essen, dann hat man ein leckeres Dessert für 300 kcal.

Rezept 2 ist auch simpel und obwohl es ähnlich wie Käsekuchen zubereitet wird, schmeckt es nicht so wie der Cheesecake-Quark, eher wie die Füllung eines russischen Zupfkuchens (der eigentlich ja auch Käsekuchen ist).

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Zutaten:
Ergibt 4 große Portionen oder 8 kleinere (auf dem Bild rechts)

500 g Magerquark
2 Eier
1 Packung Puddingpulver Vanille
100 ml Mandelmilch, ungesüßt (oder Milch, oder Wasser)
Flavdrops mit Butterkeksaroma (oder Süßstoff) nach Geschmack (wer Angst vor rohen Eiern hat, sollte erst Quark, Puddingpulver in Milch und die Drops zusammenrühren, dann kann man bedenkenlos probieren).

Puddingpulver in der Milch auflösen, dann alle Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren, in eine Auflaufform und bei 160 Grad Ober-/Unterhitze 35 Minuten backen, dann mit Alufolie abdecken und weitere 30 Minuten backen. Abgedeckt auskühlen lassen.

Ich habe die Eier auch mal getrennt und das Eiweiß aufgeschlagen, macht aber keinen Unterschied.

Den Auflauf kann man mit allerlei pimpen, z.B. Mandarinen (siehe Foto), Schokodrops, Kakao, Fruchtmus, Zimt usw. Was man halt mag.

Insgesamt: ca. 675 kcal (mit den Dosen-Mandarinen 100 kcal mehr), ca. 80 g Eiweiß.  Pro Portion (groß): ca. 170 kcal, mit Mandarinen ca 200 kcal.

Die Drops kann man auch direkt online bestellen (bei BodyAttack, GymQueen oder Amazon). Ich kaufe sie direkt im BodyAttack-Shop, der bei mir fußläufig in der Nähe ist (support your local dealer…).

Souvenir, Souvenir

Ich habe mir aus Berlin Souvenirs mitgebracht. Zum einen wäre da eine schöne Nebenhöhlenentzündung. Das wundert mich eigentlich nicht, angesichts der Eiseskälte, der ich da ausgesetzt war. Und dummerweise schützt einen das Abnehmen nicht davor, krank zu werden. Es ist zwar immer noch nicht geklärt, ob Frieren und Erkältungen Hand-in-Hand gehen, aber durch den Gewichtsverlust friere ich viel mehr und möglicherweise bin ich dann auch anfälliger für Entzündungen.

Vielleicht war es auch einfach an der Zeit, mich mal auszuruhen (was ich nicht wirklich tat, Quittung habe ich dann umgehend heute Nacht erhalten). Ich liege also zuhause auf der Couch und langweile mich.

Ein weiteres Souvenir hat mich noch mehr geärgert! Nach meiner grandiosen Laufleistung (30 Minuten Entengewatschel), bekam ich mit den typischen 24 Stunden Verspätung erst einmal höllisch Muskelkater. Ich wusste also schon, dass ich mich beim Wiegen zuhause auf eine Zunahme gefasst machen müsse, denn Muskelkater bedeutet (bei mir) Wassereinlagerungen. Als ich dann im heimischen Bad auf die Waage stieg, fielen mir schier die Augen aus dem Kopf: 2,5 – ZWEI KOMMA FÜNF! – Kilo mehr!

Alles aus! Ich nehme zu! Vorbei mit der Abnahme! Hungerstoffwechsel! Kaputt diätet!

Naja. Ich gebe zu, ich habe in Berlin zweimal gesündigt! Einmal war ich mit meinem Lieblingskollegen mittags Sushi-Essen. Und ich habe mir vor dem Laufen eine Brezel und ein Hefebrötchen gegönnt! Zwar alles kalorientechnisch im grünen Bereich, aber hey, Kohlenhydrate! Zucker! Das rächte sich wohl sofort!

Dachte ich. Ich bin immer noch nicht ganz frei von Fettlogiken.

Woran ich natürlich NICHT dachte, ist, dass eine derartige Einlagerungen einen weiteren Grund haben könnte. Ein Glück war ich schon zuhause, als ich darauf stieß. Warum wohl heißt es Periode, warum Zyklus? Verdammt! Weil der Scheiß immer wieder kommt! Daran habe ich echt nicht gedacht! Warum auch, ich hatte fast 10 Jahre keine Blutungen! Und ich hatte gehofft, das bleibt auch so, bis es sowieso vorbei ist.

Nun. Zurück gerechnet und siehe da, vor etwa 30 Tagen hatte ich auch eine Periode. Ach, da könnte ein Zusammenhang bestehen…

Die 2,5 Kilo Wassereinlagerung sind weg. Das ist die gute Nachricht. Dass mein Körper trotz Verhinderungspille wieder normal funktioniert, naja, das ist zumindest bemerkenswert. Es wäre mal interessant zu wissen, ob die vermeintliche „Nebenwirkung“ der Gestagen-Pille, nämlich das Ausbleiben der Menstruation, damit zusammenhängt, dass man diese Pille vorwiegend übergewichtigen Frauen verschreibt. Bei mir jedenfalls scheint eher das massive Übergewicht als die Pille den regulären Zyklus unterbunden zu haben. Vielleicht auch ein Zusammenspiel beider Faktoren.

Ich kann jetzt auch wieder nachvollziehen, warum in meiner Abnehmgruppe das Geheule rund um die Periode groß ist (Fressattacken, „Zunahme“). Und warum ich so unglaublich Appetit auf Dreckszeug hatte, weiß ich jetzt auch.