Größe 40

Ich bin ziemlich genervt, weil ich immer noch krank bin und nicht viel machen kann. Ganz besonders fehlt mir die Bewegung und sportliche Betätigung. Ich werde sehr schnell sehr ungeduldig. Und es hat die Lage nicht verbessert, dass ich gestern quasi den ganzen Tag die Amtseinführung von Trump geguckt habe. Meine Laune ist momentan wirklich nicht die beste.

Egal. Ein bisschen bewegt habe ich mich heute doch und zwar von der Couch zum Kleiderschrank. Ich bin heute morgen schon mit dem Gefühl aufgewacht, dass ich irgendwie leichter bin und mich schlanker anfühle. Das liest sich vermutlich bekloppt und ist es wahrscheinlich auch, aber meist trügt mich das Gefühl nicht (insbesondere nicht, wenn es genau umgekehrt ist…). Jedenfalls hatte ich vor ein paar Tagen auf gut Glück zwei Hosen Größe 40 gekauft. Heute habe ich sie dann anprobiert und – oh Freude – sie haben gepasst! Jedenfalls am Bund. Anscheinend wird aber nun die Länge zum Problem. Nicht dass ich eine Riesin wäre, und eigentlich sind Hochwasserhosen, über die man sich Jahrzehnte beömmelt hat, plötzlich schick, aber mir gefallen sie nicht. Macht aber nichts, denn ich trage sie mit Stiefeln. Das ist doppelt fantastisch, denn Stiefel waren letztes Jahr um die gleiche Zeit keine Option. Außer Weitschaftstiefel, aber die habe ich mir nie angeschafft. Und nun habe ich Größe 40 und Stiefel! Zwei drei Paar! Zur Feier des Tage mit Bild:

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Wie immer bin ich auf den Bildern nur semi-gestylt… Aber eigentlich liege ich ja auch im Bett und bin krank.

Kleidergrößen sind ja so verlässlich wie löchrige Kondome und ich bin immer wieder erstaunt, dass es Online-Shops gibt, die keine Größentabellen führen. Ich frage mich, wer da bestellt und noch mehr frage ich mich, wie die Anbieter kalkulieren. Es erscheint mir wenig wirtschaftlich, wenn die Kund*innen doppelt und dreifach bestellen und viel zurück schicken.

Meine Anfangskleidergröße im Mai lag bei 56/50 (oben/unten). Jetzt habe ich (weitestgehend) 44/40. Ich habe einen Size-Gap und bleibe ihm anscheinend treu. Aktuell kann ich mir aber kaum vorstellen, dass ich obenrum noch an Umfang verliere. Mein Brustkorb steht ziemlich vor (ich habe einen sichtbaren Brustkorb! Und Rippen!), das sieht sehr merkwürdig aus. Rachitisch irgendwie. Nadja hat das in ihrem Buch und Blog auch erwähnt, sogar mit Fotos. Den Teil fand ich ziemlich abwegig und dachte an Einbildung. Aber jetzt sehe ich das selbst an mir – und das weit vor dem Ziel! Nun hatte ich als schlanke Frau schon ein D-Körbchen und Kleidergröße M (whatever that means). Selbst wenn ich am Busen noch abnehme, muss erst einmal der Knochenbau zurück gehen und ob das bei mir noch passiert, naja. Ich bin keine 20 mehr. Wenn ich oben rum also auf 42 komme, freut mich das schon. Unten rum ist mir die weitere Entwicklung eigentlich schon fast egal. Größe 40 ist eine Allerweltsgröße und alle (für mich interessanten) Label führen sie. Insofern muss ich nicht auf Krampf auf 36 oder 34 kommen. Zumal mir die Hosen dann wahrscheinlich in den Kniekehlen baumeln. Wie machen das all die großen super schlanken Models? Es gibt doch nicht überall Lang-Größen!

Apropos rausgedrückter Brustkorb. Meine wöchentlich Körperanalyse hat mir heute neben 100g weniger als gestern (geschenkt) auch 1% weniger Viszeralfettanteil angezeigt. Das hört sich nach Mini-Verlust an, aber prozentual liege ich jetzt bei 6% und das ist einfach nur fantastisch. Angefangen habe ich mit 12%.

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Dünnsack!

Heute ist es mir dann auch passiert. Es muss an der Kleidung liegen (Zigarettenhose und Blazer), da ich gleich von mehreren Seiten auf mein Aussehen angesprochen wurde. Oder an den 3 Tagen, in denen ich anscheinend optisch 10 kg verloren habe (leider nicht real).

„Du bist ja nur noch Haut und Knochen!“
Ich wiege auf 172 cm ca. 93 kg und bestehe fast zur Hälfte aus Fett.

„Nicht dass du so ein Magermodel wirst!“
Nochmal, ich wiege ca. 93 kg und bin laut BMI noch im adipösen (also krankhaften) Bereich. Ich wäre schon froh, wäre ich „nur“ übergewichtig.

„Jetzt ist aber mal gut, du musst ja nicht von einem Extrem ins andere fallen!“
Naja, dann doch lieber das Extrem „93kg-Magermodell“, als die diabetes- und herzkrankgefährdete Fettsüchtlerin.

Ich frage mich natürlich, was da kommen wird, wenn ich weiter abnehme. Ich habe ja noch nicht einmal Bergfest, d.h. über 25 kg will ich noch verlieren. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass man mir irgendwann sagen wird, ich sei zu dünn. Ich werde mich dann über den BMI/das Gewicht rechtfertigen müssen. Die Wahrnehmung hat sich ja tatsächlich verschoben, übergewichtig gilt heute eher als normal als das noch vor 25 Jahren der Fall war.

Aber ehrlich gesagt ist mir das ziemlich wumpe.

In der Facebookgruppe zum Buch „Fettlogik überwinden“ ist die Empörung meist groß, wenn Aussagen wie obige an einen herangetragen werden. Oft weht ein Sturm der Entrüstung durch die Timeline über das vermeintlich überall auszumachende „Skinny-Shaming“ (ich weiß nicht, ob es so heißt, ich nenne es jetzt mal so, ansonsten geht auch Body Shaming, ist aber nicht das Gleiche). Gleichzeitig wird aber,  „nur aus Gesundheitsgründen“, gerne mal „Fat-Shaming“ betrieben. Nur nicht so direkt. Wird in den Medien z.B. eine mollige oder dicke Person als Role-Model gehypt, reiht sich Kommentar an Kommentar, wie schrecklich das doch sei und welch falsche Richtung die Fat-Acceptance Bewegung einschlüge. „Ich habe ja nichts gegen Dicke, bin ja selbst noch übergewichtig, aaaber…“

Es könnte einem doch völlig egal sein? Könnte man doch drüber stehen, wenn man es geschafft hat, sich zu verschlanken, statt das gleiche Verhalten an den Tag zu legen, dass einen selbst stets genervt hat, als man noch dick war.

Aber ich glaube, dahinter steckt eine Art der Motivationsfindung, ähnlich wie bei der Nikotinentwöhnung. Da zeigt man dann auch mal gerne mit dem Finger auf die Raucher und erklärt altklug, wie gefährlich diese Such doch sei, um sich im eigenen Vorhaben zu bestätigen.

Vielleicht schwingt bei dem einen oder der anderen auch Bedauern mit: „Jetzt mache ich alles richtig und nehme ab, um kein geshamtes Moppelchen mehr zu sein und dann werden die Moppelchen plötzlich akzeptiert.  Wofür habe ich mich denn dann so gequält? Wo bleibt mein Applaus?“ Statt dessen hagelt es – schon wieder – Kritik. Schon bitter sowas.  Aber auch ein bisschen cool. Endlich mal ge-skinny-shamed zu werden, bauchpinselt doch auch ein wenig?

Persönlich glaube ich nämlich, dass Skinny- und Fat-Shaming unterschiedlich konnotiert sind. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an meine sehr dünne Schwester. Und an die fürsorglichen und wohlwollenden Worte meiner Mutter*: „Kind, iss doch mal was.“ „Kein Wunder, dass Du frierst, so dünn wie Du bist.“ „Klar bist Du müde. Wenn man so schlank ist, ist der Blutdruck ganz niedrig, das ist normal.“

Ich dagegen, kräftig gebaut (nicht dick), hörte weniger fürsorgliche, sondern eher abwertende und manchmal sogar angeekelte Worte. Als Kind merkt man schnell, wenn man nicht als „normal“ empfunden wird.

Ich gehörte für meine Mutter in die Kategorie der „Weiber“, sollte wallende Gewänder tragen (und musste das auch) und alles was verspielt oder zierlich war, war schon per se nichts für mich. Als ich mit 8 Jahren wie meine Schwester reiten anfangen wollte, verbot es mir meine Mutter: „Deine Schwester kann sich ja noch abfangen, wenn sie vom Pferd fällt, aber Du…“ Wohlgemerkt war ich die sportliche, meine Schwester eher ungelenk. Mit 9 musste ich durch die erste Diät. Es folgten viele weitere. Mit 19 Jahren und 67 kg (BMI 22,6 = mittleres Normalgewicht) fühlte ich mich fett wie ein Wal. Heute wäre ich froh, ein solcher Wal zu sein…

Wann immer es zum Vergleich dünn/dick kam, schnitt dick schlechter ab. Die Äußerungen dazu waren durchweg abwertend. Zu dünn/mager dagegen wurde auch verurteilt, aber es schwang immer ein wenig Neid, Mitleid und sogar Anerkennung mit. Am Dünnsein waren äußere Faktoren beteiligt, am Dicksein war man selbst schuld. Oder anders gesagt, wenn jemand als zu mager bewertet wurde, war es eher als Kompliment zu verstehen. Auch heute ist das noch so, wenn über dünne Kolleginnen gesprochen wird.

Ich bin daher sehr tiefenentspannt, wenn man mir unterstellt, ich bestünde nur noch aus Haut und Knochen (aktuell ja doch eher sehr fette Haut). Selbst wenn man mich als zu dünn empfinden würde, wäre es mir ganz gleich. Ich weiß ja, dass Neid der wesentliche Motor solcher Äußerungen ist.

Von mir aus kann man sich hinter meinem Rücken darüber auslassen, ob ich nun in eine Magersucht rutsche (sehr wahrscheinlich mit 93 kg). Man kann das auch offen äußern, wenn man nicht hinter dem Berg halten kann. Bestenfalls halte ich denjenigen nur für ziemlich bekloppt. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es mich verletzen würde, keinesfalls so wie die zahlreichen Beleidigungen, die ich als dicker Mensch zu ertragen hatte/habe. Aber ich erwarte auch nicht, dass ich z.B. als schlanke Sau beschimpft werde. Oder als Dünnsack, Magere Kuh? Ich glaube, ich müsste lachen. Bei „fetter Sau“ war mir doch eher zum Weinen.

Ganz zum Schluss wäre es doch einfach nur wunderbar, wenn man Menschen – ob dick, dünn oder normalgewichtig, einfach nur akzeptieren würde, wie sie sind.

*Meine Mutter ist mittlerweile geläutert. Ein allzu enges Verhältnis haben wir aber bis heute nicht.

ZWISCHENBERICHT #9 KW 38-39 + MONAT September

Der September hat mich wirklich Geduld gelehrt. Besonders die letzten beiden Wochen in diesem Monat haben mir ein Plateau beschert, dass mich schon sehr gefrustet hat. Gut, dass ich mich davon nicht entmutigen lasse.

Letztlich hat sich die Geduld nämlich ausgezahlt, denn wie jedes Plateau hat sich auch dieses in Wasser aufgelöst – wooosh – und war weg. Trotzdem ist das Fazit für September mager. Ich führe das auf mein geändertes Sportprogramm zurück. Muskelaufbau ist zäh und (erstmal) nicht mit einem großen Kalorienverlust verbunden. Im Gegenteil hat man ständig kleine Verletzungen, die den Körper dazu anhalten, (noch mehr) Wasser zu Reparaturzwecken einzulagern.

Laut Körperanalysegerät habe ich seit Mitte August 400 g Muskelmasse aufgebaut. Das hört sich lächerlich an, ist aber für mich ein Reingewinn, da ich den Aufbau mit dem Abbau gegenrechnen muss. Dass heißt ich habe 400 g Muskeln zugelegt und im gleichen Zeitraum aber 6,8 kg verloren. D.h. ich verliere Fett und keine Muskelmasse. Insofern  ist das ein wirklich fantastischer Erfolg, der mich massiv über den geringen Kiloverlust hinwegtröstet.

Here we go:

Startgewicht am 19.09.2016 (KW 38): 94,8 kg
Endgewicht am 02.10.2016 (KW 39): 92,9 kg
Abnahme in den zwei Wochen: 1,9 kg

kw3839

BMI: 31,4
Etappenziele 9 erreicht.

Im Monat September:

Startgewicht am 01.09.2016: 97,9 kg
Endgewicht am 30.09.2016: 94,2 kg
Abnahme: 3,7 kg

september

KW 38:

Durchschnittlich täglich gegessen: 974 kcal
In der Woche gespart:  9.979 kcal

KW 39:

Durchschnittlich täglich gegessen: 1.063 kcal
In der Woche gespart:  9.356 kcal

Fazit:

Gesamtkalorien, die ich in den zwei Wochen gespart habe: 14.265. Das entspricht ungefähr 2 kg Fett und das ist auch die Abnahme.

Im September habe ich insgesamt 30.106 kcal zu mir genommen, das entspricht in etwa einem Defizit von 41.894 kcal, also 6 kg Fett. Hier habe ich ein massive Differenz, selbst wenn ich vom niedrigsten Gewicht im September, 93,8 kg ausgehe.

Ich bleibe aber in jedem Fall bei meinem Sportprogramm. Die Erfolge spüre ich jeden Tag und sehe sie auch. Auch wenn die Abnahme dadurch etwas gebremst wird, aufgehalten wird sie nicht. 😀

Fit ohne Geräte – Oder wie man in kurzer Zeit Türen aus den Angeln heben kann

Im meinen Abnehmzielen habe ich festgeschrieben, dass ich mich bei Etappe 4a (<99 kg) mit einem Abo für’s Fitness-Studio belohnen möchte. Da ich über den Hochschulsport günstig Zugang zu drei Studios habe, davon eines bei mir um die Ecke, erschien mir das im wahrsten Sinne nahe liegend und sehr bequem.
Nun, das Abnehmziel habe ich längst erreicht, aber bis jetzt noch keinen Fuß in dieses oder ein anderes Studio gesetzt.

Warum?

Ich hatte bis vor kurzem ab und an Knieprobleme, weshalb ich die Belohnung auch an ein Startgewicht gekoppelt habe, von dem ich glaubte, dass es mich nicht zu sehr belasten würde. Beim Beugen des Beines (insbesondere beim Treppab-Steigen) hatte ich manchmal sehr starke Schmerzen, die nur durch (ebenerdiges) Gehen besser wurden.

Nun glaube ich daran, dass eine starke Muskulatur auf jeden Fall zuträglich ist, um Schmerzen zu vermeiden oder zu verhindern. Training war und ist für mich also unerlässlich. Dennoch habe ich mich vorerst gegen eine Mitgliedschaft im Hochschulsport entschieden, und zwar aufgrund zweiter „Ereignisse“:

  1. Seit über einem Monat nehme ich MSM
  2. Seit über einem Monat besitze ich das Buch „Fit ohne Geräte für Frauen“ von Marc Lauren und Joshua Clark

Ich möchte kein Loblied auf MSM singen und vielleicht beruht auch alles nur auf Zufall. Tatsache ist aber, dass ich, seit ich das Präparat (ein Kombipräparat mit Glucosamin und Chondroitin) nehme, keine Schmerzen mehr im Knie habe. Konnte ich noch vor ein paar Wochen nicht eine einzige Kniebeuge machen, nicht mal ein paar Zentimeter, schaffe ich jetzt, eigentlich sogar fast seit dem Tag der ersten Einnahme ohne Schmerz 30 tiefe Kniebeugen, sogar mit Gewichten über den Armen. Das ist für mich ein Wunder und wäre es nicht mir passiert, würde ich es nicht glauben.

30 tiefe Kniebeugen mit Gewichten über den Armen ist übrigens Level 5 im Buch „Fit ohne Geräte für Frauen“. Angefangen habe ich am 29.08. mit Level 1 in allen geforderten fünf Bereichen. Als ich das Buch durchblätterte, erschien es mir ehrlich gesagt ganz unmöglich, überhaupt jemals über Level 1 hinauszukommen.

Ich bin dick, aber nicht unsportlich. Dennoch oder gerade deswegen hatte ich vor dem Buch einen Heidenrespekt. Schließlich trainiert man mit dem Eigengewicht und das betrug bei mir zum Startzeitpunkt nur etwas weniger als 100 kg. Die Rezensionen bei Amazon lasen sich auch nicht wirklich gut für mich als dicke Frau. „Untrainierte können die Übungen nicht ausführen“, schreibt ein Leser, und ein anderer:  „Hausumbau wäre nötig, (…), wäre vielleicht gut, wenn dass Buch „Fit mit Möbeln und Hausausstattung“ heißen würde“ usw.

Das ist beides teilweise richtig. Hätte ich nie im Leben Sport gemacht, hätte ich vermutlich keinen Einstieg in diese Art des Trainings gefunden. Und ja, sich mit vollem Gewicht an eine Tür zu hängen, ist vielleicht bei 50 kg machbar, aber mit doppelter Last schon eine Frage der Stabilität der Tür (Wohnung, Haus, Stadtteil – ich hatte böse Domino-Effekt-Fantasien). Ich wohne in einem stabilen Altbau, zweimal habe ich mich daher getraut, die Anfängerübungen an der Tür abzuleisten. Dann habe ich mir eine Klemm-Klimmzugstange geholt, die mir seither unschätzbare Dienste erweist (und verdammt stabil ist!).

Die Übungen und auch der Aufbau der Übungen sind im Buch sehr gut erklärt, finde ich. Man trainiert über 4 Zyklen mit je 4 Wochen an jeweils 3 Tagen. Jeder Zyklus setzt einen anderen Schwerpunkt. Die Übungen selbst laufen intervallmäßig ab. Insgesamt trainiert man bis zu 45 Minuten. Meist weniger. Anfangs sogar nur um die 20 Minuten.

Das klingt lächerlich, ist es aber nicht. Wie effektiv diese Trainingseinheiten sind, merkt man einmal sofort aufgrund der Erschöpfung. Die 5 Grundübungen trainieren dabei wirklich jeden Teil des Körper, auch wenn das erst einmal gar nicht ersichtlich ist. Aber spätestens nach einem Durchgang weiß man, dass auch das kein Schmu ist…

Nach den ersten 20 Minuten hatte ich das Gefühl ich laufe auf wackeligem Boden und kann kein Blatt Papier mehr heben. Die Muskeln haben z.T. gebrannt. Muskelkater gab es dementsprechend und danach die ersten Male regelmäßig.

Langfristig merkt man natürlich deutlich positivere Effekte. 🙂 Ich hatte z.B. kürzlich einen tierischen Muskelkater im Trizeps. Im Trizeps! Den habe ich seit 10 Jahren nicht mehr beansprucht. Jedenfalls nicht so intensiv (und ich habe deshalb auch nette Winkearme).

Etwa nach der Hälfte des ersten Zyklus merkte ich Beulen bzw. Ausbuchtungen an den Oberschenkeln. Hier bekam ich schon immer als erstes sichtbare Muskeln, so also auch diesmal. Als nächstes fiel mir irgendwann auf, dass ich seit Zeiten keine Rückenschmerzen mehr hatte. Über meine an dieser Stelle verkümmerte Muskulatur habe ich hier noch gejammert. Das Problem scheint behoben zu sein und macht sich auch sichtlich bemerkbar. Meine Haltung hat sich deutlich verbessert.

Im Unterschied zu früheren Abnahmen habe ich auch vermehrt am Bauch abgenommen. Das sehe ich nicht nur am Maßband, sondern auch an meinen „alten“ Hosen, also die, die ich kürzlich aus dem Keller geholt habe. Im Gegensatz zu früher spannen diese Hosen eher an den Oberschenkeln und sitzen am Bund locker. Früher – nach der Abnahme mit den WeightWatchers war es genau umgekehrt. Ob das mit den Übungen zusammenhängt, kann ich nicht bestätigen, aber ich finde es erwähnenswert.

Meine Waage sagt mir zudem, dass der prozentuale Anteil der Muskulatur an meinem Körper gestiegen, während der Anteil Fett gesunken ist. Das ist insofern wichtig, als dass mir diese Zahlen beweisen, dass ich nicht etwa Muskulatur abbaue. Bestenfalls erhalte ich ober baue sogar auf.

Alles in allem kann ich den Drill Sergeant Marc Lauren, sein Konzept und sein Buch „Fit ohne Geräte für Frauen“ empfehlen. Es kostet einen Bruchteil der Mitgliedschaft in einem Studio, trainiert dabei effektiv und ist nicht so zeitraubend.  Ob man dabei der Philosophie von Marc Lauren folgt (Fitness-Studio ist doof und Cardio-Training sinnlos), kann jeder selbst entscheiden. Ebenso, ob man sich die Ernährungspläne zu Herzen nimmt (vieles davon leider Fettlogiken). Ich jedenfalls bleibe bis zum Ende dabei und ergänze dann gerne meine Erfahrungen.

 

ZWISCHENBERICHT #7+8 KW 34-37 + MONAT AUGUST

Ich habe es leider nicht geschafft, den Zwischenbericht #7 rechtzeitig abzuliefern. Mir kam das Lernen auf die Klausur zu M6a dazwischen.

Ein Glück, dass es mir bei dieser Klausur nur um Bestehen/Nichtbestehen geht, denn gut lief es nicht. Ich habe dummerweise zu spät zum lernen angefangen und war unglaublich unmotiviert. Außerdem kann ich nicht so gut auswendig lernen und natürlich kamen auch Fragen vor, die genau das erfordert hätten.

Umso besser lief/läuft zum Glück mein „Projekt Abnehmen“.

Ende August und auch Anfang September hatte ich allerdings ein paar Tage, an denen ich glaubte, es bewege sich nichts mehr. Was für ein Glück, dass ich mich wirklich fast täglich wiege und alles aufschreibe! Ich kann das nur empfehlen, denn andernfalls hätte ich vermutlich bei den ersten Malen, als das Gewicht hartnäckig stagnierte, schon das Handtuch geworfen. Schuld daran sind gerade im Sommer immer wieder auftretende Plateaus. Das sind Wassereinlagerungen, die das Gewicht stagnieren lassen oder sogar erhöhen. Und damit natürlich verdammt frustrierend wirken.

Man darf sich davon nicht verunsichern lassen und je öfter man dieses Auf- und Ab durchexerziert, umso gelassener kann man damit umgehen.

Dem Gefühl nach hätte ich aber bestimmt behauptet, der August sei mein schlechtester Abnehmmonat gewesen. Von wegen. Es war der beste bisher! Im Vergleich subjektive Wahrheit/objektive Wahrheit gewinnt mal wieder die objektive…

Here we go:

Startgewicht am 22.08.2016 (KW 34): 99,5 kg
Endgewicht am 04.09.2016 (KW 35): 97 kg
Abnahme in den zwei Wochen: 2,5 kg

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Startgewicht am 05.09.2016 (KW 36): 97,3 kg
Endgewicht am 18.09.2016 (KW 37): 94,5 kg
Abnahme in den zwei Wochen: 2,8 kg

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BMI: 31,2
Etappenziele 4, 4a und 5 erreicht.

Im Monat August:

Startgewicht am 01.08.2016: 103,7 kg
Endgewicht am 31.08.2016: 97,7 kg
Abnahme: 6 kg

august

KW 34:

Durchschnittlich täglich gegessen: 1006 kcal
In der Woche gespart:  9.758 kcal

KW 35:

Durchschnittlich täglich gegessen: 956 kcal
In der Woche gespart:  10.108 kcal

KW 36:

Durchschnittlich täglich gegessen: 991 kcal
In der Woche gespart:  9.863 kcal

KW 37:

Durchschnittlich täglich gegessen: 1019 kcal
In der Woche gespart:  9.667 kcal

Fazit:

Gesamtkalorien, die ich in den vier Wochen gespart habe: 39.396. Das entspricht ungefähr 5,6 kg Fett.

Im August habe ich insgesamt 30.601 kcal zu mir genommen, das entspricht in etwa einem Defizit von 43.799 kcal, also 6,3 kg Fett. Und das stimmt ja wieder fast genau. 🙂