ZWISCHENBERICHT #6 KW 32-33

Mittlerweile, nach 12 Wochen Abnehmen, sehen natürlich immer mehr Menschen in meiner Umgebung, dass ich mich verändere. Einige dünne Kollegen und Kolleginnen merken die ca. 17 kg allerdings noch nicht… das muss man sich mal vorstellen!

Ausgerechnet unsere hagere Dozentin aus dem Fachbereich Ernährungswissenschaften sieht nicht, dass ich abgenommen habe. Als ich mich darüber gegenüber einer Mitarbeiterin gewundert habe, meinte diese, dass die Dozentin sie tatsächlich immer darauf anspreche, ob ihre Diät nicht gut funktioniere (sie schleppt auch Übergewicht mit sich herum, nur nicht so viel wie ich). Vermutlich bin ich einfach so dick in den Augen unserer Ökotrophologin, dass sie dieses Schema nur schwer aufbrechen kann.

Eine weitere (dünne) Mitarbeiterin fragte vor ein paar Tagen, ob ich irgendetwas an mir verändert habe. Eine neue Frisur? Nein. Aber irgendwas mit meinem Gesicht sei anders! Ahja. Ich habe sie nicht aufgeklärt.

Das unterstreicht meine Theorie der schematischen Wahrnehmung von Körperformen in Verbindung mit der Eigenwahrnehmung. Oder anders gesagt: naturschlanke Menschen haben ein anderes Schema von „dick“ als Menschen, die auf ihr Gewicht achten müssen (und das sind bei uns im Kollegium bei Weitem die Mehrheit).

Wie sieht es nun aber mit der Abnahme aus?

Läuft, würde ich sagen. Meine neue App „Überwache dein Gewicht“ erklärt mir, ich habe 1,38 kg pro Woche abgenommen. Finde ich gut. Und bedeutet, wenn man zurückrechnet, dass ich so ungefähr 2.400 kcal Tagesverbrauch habe. Das ist natürlich als Durchschnitt nur halb tauglich, weil der Tagesverbrauch durch Abnahme und Sport schwankt.

Dennoch liegt der Verbrauch deutlich unter dem, was man vermutlich schätzen würde, wenn man mich sieht. Und doch entspricht er allen seriösen Berechnungen. Wir neigen nur leider dazu, die Kalorien der Lebensmittel deutlich zu unter- und den Kalorienverbrauch durch Sport zu überschätzen.

Here we go:

Startgewicht am 08.08.2016 (KW 32): 102,1 kg
Endgewicht am 21.08.2016 (KW33): 99,7 kg
Abnahme: 2,4 kg
BMI: 33,6


kw3233

KW 32:

Durchschnittlich täglich gegessen: 960 kcal
In der Woche gespart:  10.080 kcal

KW 33:

Durchschnittlich täglich gegessen: 998 kcal
In der Woche gespart:  9.814 kcal

Fazit:

Gesamtkalorien, die ich gespart habe: 19.894. Das entspricht ungefähr 2,8 kg Fett. Kommt ja in etwa hin. Die nicht verlorenen 400g sind vermutlich Wasser.

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Juhu Uhu!

Ich bin ein Uhu*. Und zwar schon seit Freitag morgen. Exakt 99,9 kg zeigte meine Freundin, die Waage beim täglichen Wiegen an. Was für ein wunderbares Gefühl.

2012 startete ich ein Abnehmprogramm mit den Weight Watchers. Ich wog zu Beginn ziemlich genau das, was ich dieses Jahr – mit Start meiner FLÜ-Diät – am 27.5. auf die Waage brachte.

Im Laufe des Jahres 2012 nahm ich (langsam) ab bis ca. 87 kg. Sukzessive musste ich meine Kleidung erneuern und tat das überwiegend mit von mir heiß geliebten Second Hand Klamotten.

Als ich wieder zunahm, wanderten diese Kleidungsstücke in großen Säcken in den Keller. Dort blieben sie nun über ein Jahr.

Bis zum letzten Wochenende. Mein Mann und ich holten ein paar dieser Säcke aus ihrem Verlies und ich probierte an, ob mir wieder etwas von den Klamotten passte. Was soll ich sagen!

Es fühlte sich an wie Shoppen ohne Bezahlen. Plötzlich habe ich drei „neue“ Jeans und ca. 15 Oberteile (ich habe übrigens insgesamt sehr, sehr viele Kleidungsstücke, nur eben in Größen von 42 – 56).

Aber damit nicht genug. Als wir in unsere neue Wohnung zogen (Mai 2015), sortierte ich Schuhe und Schmuck aus. Letzteren habe ich weggepackt, weil ich mich so hässlich fand, dass ich das nicht auch noch mit Ohrringen usw. unterstreichen wollte. Aus einem Akt des Selbsthasses und der -bestrafung heraus „entsorgte“ ich dutzende Schmuckstücke (ich besitze übrigens auch sehr viel Schmuck. Sehr viel.). Einen großen Teil verschenkte ich, Aber ein Teil blieb zum Glück erhalten.

Als ich eben im Keller war und wieder drei Kleidersäcke sowie Schmuck und Schuhe nach oben holte, da wurde mir so recht bewusst, wie sehr ich eigentlich stumm gelitten hatte. Meine Kleidung wurde immer dunkler, Schmuck wurde entsorgt. Ich trug nur noch eine (schwarze) Handtasche auf (ich muss jetzt nicht erwähnen, dass ich auch ziemlich viele Handtaschen besitze). Ich wurde im Laufe der Zeit immer unsichtbarer.

Dabei mag ich bunt, ich mag ausgefallenen Schmuck und ungewöhnliche Handtaschen. Von Schuhen brauchen wir gar nicht reden. Im Keller probierte ich auch gleich ein paar meiner schönen Highheels an. Aber leider müssen die noch warten. Dafür bin ich noch nicht weit genug.

Die Belohnung für meinen Etappensieg ist also reichlich ausgefallen. Denn neben neuen Klamotten und Schmuck habe ich vom besten Gatten freitags nach der Arbeit die von mir gewünschte Körperanalyse-Waage bekommen, bei der man Griffe ausziehen kann, die also Strom nicht nur durch die Beine, sondern durch den ganzen Körper jagt. Diese Waage hat mich am Samstag morgen sogleich sehr glücklich gemacht: 99,0 kg. Und ich habe nur 9% Viszeralfett, liege damit also im Normbereich. (Dass ich ansonsten fast zur Hälfte aus Fett bestehe, erwähne ich jetzt mal nicht. Verdammt wäre ich lecker, wenn ich eine Süßigkeit wäre! Zartschmelzend!)

*UHU = Unter HUndert Kilo

ZWISCHENBERICHT #5 KW 30-31 + MONAT JULI

Nun ist also auch der Juli vorbei. Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht.

Alle um mich urlauben fröhlich in der Gegend rum, was mich natürlich ein klein wenig neidisch macht. Ich könnte so dringend ein paar freie Tage brauchen, aber mein Kontingent ist leider enorm begrenzt. Zwei Wochen meines Jahresurlaubs gehen auf jeden Fall für das Fernstudium flöten (also jeweils eine Woche zur Klausurvorbereitung im Winter- und Sommersemester). Bleiben noch 4 spartanische Wochen, die ich auf „Sommer-“ und Weihnachtsurlaub aufteile.

Mein Mann und ich fahren gewöhnlich für den „Sommerurlaub“ in die Provence zu meiner Mutter.  Die Anführungszeichen deshalb, weil wir NIE im Sommer fahren würden. Wir sind ja nicht bekloppt. 40 Grad und und dazu 100.000 Touris. Neee.

„Sommerurlaub“ ist also frühestens im Oktober, dieses Jahr allerdings erst im November.  Denn in meinem Job ist der Oktober ein heikler Monat (wie der April, in diesen Monaten beginnen unsere Erstsemester).

Ich jammere auf hohem Niveau, oder? Definitiv ja und eigentlich schweife ich auch total ab.

Um das eigentliche Thema angemessen einzuleiten, möchte ich kurz erwähnen, dass ich heute morgen eine „alte“ Hose wieder problemlos anziehen konnte. Von zwei Hosengrößen habe ich mich also schon verabschiedet. Hurra!

Die Auswertung der verbrauchten und gesparten Kalorien erfolgt diesmal komplett über das Fitnessarmband und die dazugehörige Software von Garmin. Ich hatte ja schon geschrieben, dass mir die Daten verlässlicher erscheinen, auch weil z.B. der Gesamtverbrauch eher niedrig angesetzt ist (im Vergleich zu diversen Online-Rechnern, selbst mit Formelkorrektur).

Here we go:

Startgewicht am 25.07.2016 (KW 30): 104,6 kg
Endgewicht am 08.08.2016 (KW 31): 102,1 kg
Abnahme in den beiden Wochen: 2,5 kg
BMI: 34,5
Etappenziel 3a erreicht! Ja!

Im Monat Juli:

Startgewicht am 01.07.2016: 109,5 kg
Endgewicht am 31.07.2016: 103,7 kg
Abnahme: 5,8 kg

monatjuli

KW 30:

Durchschnittlich täglich gegessen: 963 kcal
In der Woche gespart: 8.255 kcal

KW 31:

Durchschnittlich täglich gegessen: 1008 kcal
In der Woche gespart: 9012 kcal

Fazit:

Interessant ist, dass ich in KW 31 mehr Kalorien gegessen und trotzdem mehr eingespart habe. That’s magic. Naja, eigentlich nicht. Ich habe nur wirklich, wirklich viel Sport gemacht. Den ganzen Juli hindurch war ich richtig fleißig. 🙂

Und zu guter Letzt:

Gesamtkalorien, die ich in zwei Wochen gespart habe: 17.267. Das entspricht ungefähr 2,5 kg Fett. Und das stimmt ziemlich genau mit der Abnahme überein. 🙂

Ch ch ch changes

So, 13 kg sind weg. Angesichts der zu verlierenden Gesamtmasse ist das quasi nur die Waffel auf dem Eisbecher. Aber egal,  die Waffel ist weg!

Das ist ja auch schon mal was.

Und mit Verlust der 13 kg haben sich auch wieder ein paar Dinge verändert. Daran nicht ganz unbeteiligt ist die seit einem Monat ausgeübte sportliche Betätigung (gefühlt: mind. 6 Monate).

Was ist neu:
  • Habe ich beim letzten Mal noch gejammert, dass meine (Neurodermitis-)Haut sich verschlechtert hat, ist es jetzt genau umgekehrt: so schöne Haut hatte ich lange nicht mehr…
  • …weshalb ich seit über 8 Wochen keine Kortison-Creme mehr verwenden musste…
  • …was – auch – an der Zuführung von Omega 3-Öl liegen kann.
  • Mein Kleiderschrank hat das erste Ausmisten hinter sich…
  • …und aus den Tiefen tauchten zwei Oberteile auf, die nun wieder super passen – juhu!
  • Die passende Hose allerdings, über die ich mich beim letzten Mal so gefreut habe, ist mir nun so weit, dass ich sie beim Gehen verliere, wenn ich nicht einen Gürtel reinziehe (was leider ziemlich bescheuert aussieht, als hätte ich pollenbehoste Bienenbeine)
  • Ich schlafe wie ein Baby…
  • und bin tagsüber fit…
  • uhund bekomme das auch gesagt: du siehst aber fit aus (vorher: du siehst aber müde aus).
  • Aus irgendeinem Grund habe ich diesmal überwiegend am Bauch abgenommen: die schlimmste Wampe ist weg! (Früher habe ich übrigens als erstes an den Fingern, Zehen, Ohrläppchen und der Kopfhaut abgenommen – der Bauch war immer das Schlusslicht)
  • Meine Haut ist sogar so gut, dass ich es wage, am Wochenende ohne Make-up aus dem Haus zu gehen!
  • Meine Fitnessuhr passt nun in Schlitz 8, ich musste sie also einen Schlitz enger schnallen!
  • Die Gewichtsabnahme ist auch für Außenstehende sichtbar und ich werde darauf angesprochen.
  • Mundgeruch ist weg, Schwindelgefühl auch.
  • Plateaus und Stagnation sind mir egal, ich hab die Waage und damit mein Gewicht im Blick.
  • Tatsächlich geht das Abnehmen so schnell, dass ich manchmal vergesse, wo ich gerade stehe…
  • …z.B. ist mir gestern eingefallen, dass ich in meinem bevorzugten  Wii-Fitness-Spiel ja mal mein Gewicht anpassen könnte, im Menü war ich dann erstaunt, dass dort fast 5 kg mehr stehen als ich aktuell wiege – und das Spiel habe ich am 2.7. begonnen!
  • Apropos dieses Spiel: das bietet mir auch Pilates zur Auswahl an. Ich dachte, ich mach das mal zur Entspannung. Für’n Arsch. Oder eigentlich für den Bauch: FÜNFUNDZWANZIG Minuten schlimmstes Bauchmuskeltraining und mein erster Muskelkater.
  • Im Bauch! Bauchmuskelkater! Ich habe mich darüber gefreut wie ein Schnitzel!
Was immer noch nicht so gut klappt:
  • Trinken… trotz App fällt mir das Trinken wirklich schwer, da ich nie Durst habe (Ausnahme beim Sport)
  • Mein Knie schmerzt immer noch beim Beugen (und nur dann, also z.B. wenn ich die Treppen runter steige)
  • Apropos Treppen: Die Treppen in den 6. Stock (rauf, ins Büro) schaffe ich noch nicht ohne Todesjapsen, wenn ich oben angekommen bin.
  • Eweißzufuhr: ich bin jetzt bei 3 Shakes mit je knapp 25 g Protein, insgesamt also 75 g + Abendessen (10 – 50 g Protein)…
  • …und wenn ich in Zukunft nicht überwiegend Insekten essen will, muss ich mir ein paar Eiweißquellen erschließen. Das ist irgendwie nicht einfach.

 

 

ZWISCHENBERICHT #4 KW 28-29

Die letzten beiden Wochen waren ehrlich gesagt ziemlich schweißtriefend. Ich habe fast jeden Tag eine Stunde Fitnesstraining durchgestanden und dabei lief es mir vorn und hinten nur so runter.

Ich bin eben total aus der Übung. Dennoch habe ich keinen Muskelkater bekommen. Das war die erste Überraschung. Denn bisher verband ich Anstrengung mit Folgeschmerzen.

Was ist jetzt anders?

Ich weiß es nicht genau. Aber vielleicht liegt es am Protein und am guten Aufwärmen vor und am Stretching nach dem Training. An mangelnder Belastung kann es jedenfalls  nicht liegen.

Sieht man schon was?

Naja, das wäre schon etwas übertrieben. Aber ich fühle mich viel beweglicher und achte mehr auf Anspannung, z.B. wenn ich auf Bus und Bahn warte. Beim Stretching merke ich, wie ich langsam wieder lockerer werde. Alles in allem gute Veränderungen.

Und die zweite Überraschung?

Keine positive jedenfalls. Trotz der Anstrengung waren die letzten beiden Woche die mit der geringsten Abnahme.

Vor FLÜ hätte ich wahrscheinlich gefrustet das Handtuch geworfen, weil ich mich im Hungerstoffwechsel gewähnt hätte. Vielleicht hätte ich auch weitergemacht, mit der naiven Vorstellung, meine Muskulatur sei gewachsen und deswegen nehme ich nicht ab.

Beides ist übrigens Quatsch. Mit 40% Körperfettanteil kommt man schwerlich in den Hungerstoffwechsel* und es wäre fabelhaft, wenn Muskeln in zwei Wochen so enorm wachsen würden, dass es sich am Gewicht bemerkbar macht.

Stattdessen ist es wahrscheinlich, dass ich aufgrund des (überwiegend) cardio-lastigen Trainings Wasser eingelagert habe. Gleichzeitig war es die letzten beiden Woche richtig heiß, was den Körper noch mehr dazu animiert, Wasser einzulagern. Und das ist eigentlich ziemlich schlau. Denn ich habe viel geschwitzt und dadurch Flüssigkeit verloren. Gäbe es im Körper keine Bremse, würde ich ziemlich schnell bei solchen Temperaturen und bei der Anstrengung, die ich mir gegönnt habe, dehydrieren. Mein Körper zwackt also ab, was er für sich beansprucht. Wie ein Zuhälter, Dealer oder Hehler.

Doof für das Gewicht, aber genau betrachtet ziemlich genial.

Ich bin also tiefenentspannt und freue mich auf den Whoosh-Effekt.

Die Auswertung der verbrauchten und gesparten Kalorien erfolgt jetzt über das Fitnessarmband und die dazugehörige Software von Garmin. So wie es aussieht, sind die Daten darüber genauer, insbesondere was den Verbrauch angeht.

Here we go:

Startgewicht am 11.07.2016 (KW 28): 106,5 kg
Endgewicht am 25.07.2016: 104,6 kg
Abnahme: 1,9 kg
BMI: 35,4

kw2829

KW 28:

Durchschnittlich täglich gegessen: 948 kcal
In der Woche gespart: 9.817 kcal

KW 29:

Durchschnittlich täglich gegessen: 990 kcal
In der Woche gespart: 9010 kcal

Fazit:

Gesamtkalorien, die ich gespart habe: 18.827. Das entspricht ungefähr 2,7 kg Fett. Ich bin zuversichtlich, dass das auch in etwa hinkommt. Die 800 g Wasser werden schon noch abfließen…

*Wer an den Hungerstoffwechsel bei Übergewicht (und Diät) glaubt, dem sei folgendes empfohlen:

http://fitness-experts.de/grundlagen/stoffwechsel
https://de.wikipedia.org/wiki/Hungerstoffwechsel
Das Buch „Fettlogik überwinden“
Das Experiment, auf dem der Mythos beruht